Häufig sind sie Anzeichen einer Erkrankung

Dicke Beine, wie geschwollene Beine umgangssprachlich genannt werden, sind eine häufige Erscheinung. Sie sind in vielen Fällen auf die Einlagerung von Flüssigkeit zwischen Gewebe und Haut zurückzuführen. Solche Schwellungen, die dicke Beine begleiten können, bezeichnet man auch als Ödeme. Besonders oft kommen dicke Beine infolge einer Venenschwäche vor: Füße, Knöchel und Beine sind dann vor allem in den Abendstunden geschwollen, typischerweise bleibt nach Druck auf das Bein eine Vertiefung zurück. Auch Schmerzen, ein Kribbeln oder Jucken können auftreten. Durch Hochlagern bessert sich die Schwellung zumeist, morgens ist sie oft wieder ganz verschwunden. Bei fortschreitendem Verlauf können dicke Beine eine rötliche oder bläuliche bis lila Färbung annehmen. Dies ist ein Anzeichen für eine ausgeprägte Venenschwäche, die unbedingt behandelt werden sollte.

Mögliche Ursachen

Wenn Sie unter dicken Beinen leiden, sollten Sie einen Arzt die Ursache abklären lassen. Außer einer Venenschwäche kann eine ganze Reihe anderer Faktoren dicke Beine verursachen:

  • Erkrankungen des Lymphsystems
  • Arterienverkalkung
  • Stoffwechselstörungen, unter anderem infolge von Diabetes, Leberleiden oder Nierenerkrankungen
  • Mangelernährung
  • Übergewicht
  • Alkohol

Oft spielt eine Vielzahl von Faktoren bei der Entstehung von dicken Beinen zusammen – ein Grund mehr, sich in die Hände eines erfahrenen Arztes zu begeben.

Dicke Beine bei Venenschwäche

Die Schwellungen (Ödeme), die bei einer Venenschwäche vorkommen können, bezeichnet man als Phlebödeme (von griech. phleps = Blutgefäß). Sie sind die Folge einer Störung bei der Transportfunktion der Venen.
Im gesunden Zustand nehmen die feinen venösen Haargefäße flüssige Rückstände auf, die beim Stoffwechsel in den Gewebezellen zurückbleiben. Anschließend werden diese Flüssigkeiten zusammen mit dem sauerstoffarmen Blut abtransportiert. Auf diese Weise unterstützen die Venen das Lymphsystem. Besitzen die Venen nicht mehr genügend Pumpkraft, bleibt vermehrt Flüssigkeit im Gewebe zurück – Ödeme und dicke Beine bilden sich. Die Schwerkraft sorgt bei einem geschwächten Venensystem zusätzlich dafür, dass sich Blut in den Beinen staut. Der Gefäßdruck steigt, die Beinvenen dehnen sich, dadurch verstärkt sich der Effekt der dicken Beine. Mit der Zeit können so auch Krampfadern entstehen.
Wird eine Venenschwäche nicht rechtzeitig behandelt, können neben Krampfadern folgende Venenerkrankungen auftreten:

Behandlungsmöglichkeiten

Wie dicke Beine bei einer Venenschwäche am besten behandelt werden, hängt vom Grad der Erkrankung ab. Eine gründliche Untersuchung gibt Aufschluss. Sind Krampfadern vorhanden, wird man diese zur Entlastung des Venensystems in den meisten Fällen entfernen. Die Entfernung von Krampfadern ist mit unserer Lasermethode besonders schonend möglich. Daneben gibt es vielfältige bewährte Therapiemöglichkeiten für Venenerkrankungen und dicke Beine. Dazu zählen zum Beispiel individuell angepasste Kompressionsstrümpfe. Sie fördern die Pumptätigkeit der Beinvenen und können dazu beitragen, dass die dicken Beine zurückgehen. Hilfreich ist außerdem viel Bewegung. Tagsüber sollte zudem möglichst auf längeres Stehen oder Sitzen verzichtet werden.
Sind die Schwellungen, die bei dicken Beinen auftreten, weiter fortgeschritten, heilen selbst kleine Wunde oft nicht mehr richtig ab. In der Folge kann sich ein offenes Bein daraus entwickeln – ein Hautgeschwür, das chronisch werden kann und einer besonderen Behandlung bedarf. Auch für die Behandlung eines offenen Beins oder der Vorstufe davon besitzen wir in der Wallenstein Klinik die nötige Erfahrung.

Wallenstein Klinik GmbH
Rothenburger Str. 243
90439 Nürnberg

+49-911-96 19 90
Dr. med. Felix Koc, von sanego empfohlen