Am Anfang stehen Beschwerden beim Stuhlgang

Eine Analfissur ist ein Einriss in der Haut des Analkanals. Heilt die Verletzung nicht binnen kurzem wieder ab, kann sich unter Geschwür- und Narbenbildung eine chronische Analfissur daraus entwickeln. Männer wie Frauen zwischen 30 und 40 Jahren sind besonders häufig von Analfissuren betroffen. Warum es zu einer solchen Verletzung kommt, ist nicht immer genau zu sagen. Möglicherweise spielen Verstopfungen und zu starkes Pressen beim Stuhlgang eine Rolle. Auch bei Hämorrhoiden ist die chronische Analfissur häufig eine Begleiterscheinung.

Symptome und erste Gegenmaßnahmen

Eine Analfissur ist meist von folgenden Symptomen begleitet:

  • Brennender Schmerz beim Stuhlgang
  • Hellrotes Blut am Toilettenpapier oder im Stuhl

In vielen Fällen gehen Analfissuren binnen Tagen wieder zurück und heilen innerhalb einiger Wochen vollständig ab. Salben oder Zäpfchen können Schmerzen lindern oder die Heilung fördern. Besonders wichtig ist die Analhygiene. So können Verunreinigungen und Entzündungen vermieden werden – und häufig auch eine chronische Analfissur.

Chronischer Verlauf

Manchmal wird aus dem kleinen Einriss jedoch eine chronische Analfissur. Eine häufige Ursache: Aufgrund der Schmerzen beim Stuhlgang halten Betroffene den Stuhl über längere Zeit zurück. In der Folge verdickt der Stuhl und reizt die verletzte Stelle beim nächsten Toilettenbesuch umso mehr. Eine chronische Analfissur kann insbesondere entstehen, wenn die Analhaut vorgeschädigt ist, zum Beispiel durch Hämorrhoiden. Eine dauerhaft gereizte Analfissur bildet wulstige Narben und eine verdickte Hautfalte, die sogenannte Vorpfostenfalte – das wichtigste Kennzeichen einer chronischen Analfissur. An den verdickten Stellen des Darmausgangs gelangt der Stuhl dann nur unter weiterer Reizung vorbei. Das macht die chronische Analfissur so hartnäckig. Zu den Beschwerden trägt meist auch ein andauernd angespannter Schließmuskel bei.

Vorbeugung und Behandlung einer chronischen Analfissur

Insbesondere von Hämorrhoiden betroffene Patientinnen und Patienten sollten auf ihre Ernährung achten und viel Flüssigkeit zu sich nehmen, damit der Stuhl nicht zu fest wird. Am Darmausgang, der durch das Hämorrhoidalleiden vorgeschädigt ist, kann es andernfalls leicht zu Verletzungen kommen – die sich zu einer chronischen Analfissur entwickeln können.
Ziel der Behandlung einer chronischen Analfissur ist die Beseitigung der Geschwulst und der vernarbten Stellen, die beim Stuhlgang immer wieder zu neuen Reizungen führen. Mit dem Laser verläuft die Behandlung in der Regel ausgesprochen schonend. Besonders Patienten, die andernorts nicht erfolgreich behandelt werden konnten, können mit Hilfe des Laserverfahrens häufig geheilt werden.

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Dr. med. Felix Koc, von sanego empfohlen