Dicke Beine – schonende Behandlung durch Lasern

Dicke, geschwollene Beine sind nicht nur unangenehm. Manchmal weisen sie auf eine ernste Krankheit hin. Die Schwellungen entstehen durch Flüssigkeitsansammlungen zwischen Haut und Gewebe. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Wasser in den Beinen. Ob und wie sich dicke Beine behandeln lassen, hängt von der Art des Leidens ab. Sind die geschwollenen Beine auf Krampfadern zurückzuführen, hilft oft eine Laserbehandlung. Auch bei einem Lipödem trägt das Lasern in vielen Fällen zu einer Linderung bei.

Die Ursachen für dicke Beine

Für geschwollene Beine die Ursache zu finden, ist wichtig für die spätere Behandlung. Vor allem viele Frauen bekommen nach stundenlangem Stehen und Sitzen oder bei sommerlicher Schwüle dicke Beine. In diesem Fall staut sich das Blut in den Venen und es sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe an. Das Leiden lässt sich zumeist durch ein Hochlegen der Beine oder mit kalten Güssen schnell beheben. Kühlen und Hochlegen begünstigen den Rückfluss des Bluts zum Herzen.

Ganz anders ist die Sache bei Personen mit Krampfadern. In diesem Fall sind die Beine zumeist jeden Abend geschwollen und in manchen Fällen sogar tagsüber. Zu den Schwellungen kommen häufig Schmerzen und Hautveränderungen hinzu. Treten die Verdickungen nur einseitig auf, dann liegt oft eine Störung des Lymph- und Venensystems vor.

Bei beidseitigen Schwellungen sind unter Umständen innere Organe erkrankt. Auch Infektionen, Durchblutungsstörungen und hormonelle Veränderungen führen nicht selten zu den unschönen Wassereinlagerungen. Der Arzt klärt die Ursache für die dicken Beine mit Ihnen ab. Charakteristisch sind beidseitig geschwollene Beine auch bei einem Lipödem. Hierbei handelt es sich um eine krankhafte Fettansammlung.

Wenn Sie unter dicken Beinen leiden, sollten Sie einen Arzt die Ursache abklären lassen. Außer einer Venenschwäche kann eine ganze Reihe anderer Faktoren dicke Beine verursachen:

  • Erkrankungen des Lymphsystems
  • Arterienverkalkung
  • Stoffwechselstörungen, unter anderem infolge von Diabetes, Leberleiden oder Nierenerkrankungen
  • Mangelernährung
  • Übergewicht
  • Alkohol

Oft spielt eine Vielzahl von Faktoren bei der Entstehung von dicken Beinen zusammen – ein Grund mehr, sich in die Hände eines erfahrenen Arztes zu begeben.

Sind dicke Beine ohne Behandlung gefährlich?

Geschwollene Beine sind zumeist nicht wirklich gefährlich, sondern vielmehr lästig. Sie sind nur ein Symptom, hinter dem sich ein harmloser Grund, aber auch eine ernste Krankheit verbergen kann. Dicke Beine behandeln zu lassen, ist deshalb vor allem bei chronischen und immer wiederkehrenden Beschwerden sinnvoll. In den meisten Fällen liegt dem Leiden eine Venenschwäche zugrunde. Wasser in den Beinen deutet manchmal aber auch auf eine Herzschwäche oder ein Organleiden hin. Dicke Beine sind ein Zeichen, dass mit dem Körper irgendetwas nicht stimmt und somit ein wichtiges Alarmsignal.

Risiken einer Venenschwäche

Wie bereits erwähnt, sind geschwollene Beine meistens auf eine Venenschwäche zurückzuführen. Daran leiden viele Menschen. Die Venen transportieren sauerstoffarmes Blut zum Herzen. Die Venenklappen unterstützen den Transport. Sind diese defekt, dann staut sich das Blut und die Vene beult zu einer Krampfader aus. Eine fortgeschrittene, chronische Venenschwäche verursacht nicht selten eine schmerzhafte Venenentzündung. Es entstehen dauerhafte, nur schlecht heilende Wunden. Am gefährlichsten ist die Thrombose, die entsteht, wenn Blutgerinnsel die tiefen Venen im Bein verstopfen. Wandert das verklumpte Blut in die Lunge, droht eine lebensbedrohliche Lungenembolie. Schon allein aus diesem Grund ist es wichtig, Krampfadern und somit auch geschwollene Beine zu behandeln.

Wird eine Venenschwäche nicht rechtzeitig behandelt, können neben Krampfadern folgende Venenerkrankungen auftreten:

Dicke Beine – Behandlung mit Laser

Lassen sich Ihre geschwollenen Beine auf eine Venenschwäche zurückführen, dann ist eine Krampfadern-Behandlung mit dem Laser sinnvoll. Der Laser beseitigt mit den krankhaft veränderten Venen auch die Ursache für die unschönen Schwellungen. Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung in der Ambulanz statt. Ein längerer Krankenhausaufenthalt ist nicht notwendig. Der Arzt führt die Lasersonde durch einen kleinen Schnitt in die Krampfader ein. Das Licht des Lasers erhitzt die Vene, woraufhin sich diese verschließt und vernarbt. Der Körper resorbiert das zerstörte Gewebe. Am besten eignet sich die Laserbehandlung bei gerade verlaufenden und noch nicht allzu stark verdickten Venen. Diese Methode ist weitgehend schmerzfrei.

Mit dem Laser dicke Beine behandeln bei einem Lipödem

Geschwollene Beine sind charakteristisch bei einem Lipödem. Davon betroffen sind vor allem Frauen. Bei den Patienten ist das Fettgewebe unabhängig von der Nahrungsaufnahme krankhaft vermehrt. Die unschönen Polster lagern sich vor allem an den Hüften, Ober- und Unterschenkeln ab. Da der Krankheit kein Ernährungsfehler zugrundeliegt, sind Diäten wirkungslos. Sind Sie von einem Lipödem betroffen, dann verringert sich das Fettgewebe nur duch eine Operation, eine sogenannte Liposuktion. Bei einer ausgeprägten Fettverteilungsstörung verursachen Berührungen und Druck Schmerzen und es entstehen besonders schnell blaue Flecken.

Geschwollene Beine – Behandlung durch Fettauflösung mit Laser

Ein schonendes und effektives Verfahren zur Fettauflösung ist die sogenannte Laserlipolyse. Als alleinige Methode eignet sich die Laserbehandlung für eher kleine Schönheitsoperationen, zum Beispiel zum Beseitigen eines Doppelkinns. Beliebt ist die Laserbehandlung als Ergänzung zur herkömmlichen Lipödem-Operation. Der Laser löst feste Fettverdickungen auf und reduziert somit die Notwendigkeit eines komplizierten Eingriffs. Unter örtlicher Betäubung führt der Arzt durch kleine Hautschnitte die Lasersonde in das Fettgewebe ein. Die heiße Laserenergie bringt das Fett zum Schmelzen. Gleichzeitig strafft die Laserbehandlung das Unterhautbindegewebe. Die Lichtimpulse ziehen das gedehnte Bindegewebe zusammen und regen die Neubildung von Kollagen an. Es entstehen neue, straffe Bindegewebsfasern. Bei kleinen Arealen bleibt das geschmolzene Fett an seinem Platz. Der Körper baut es anschließend vollständig ab. Größere Bereiche behandelt der Arzt mit einer Kombination aus Lasertechnik und Fettabsaugung. Der Vorteil der Laserbehandlung von dicken Beinen liegt in der minimalinvasiven Anwendung. Eine Zerstörung gesunder Hautschichten entfällt und es entstehen keine Narben.

Behandlungsmöglichkeiten

Wie dicke Beine bei einer Venenschwäche am besten behandelt werden, hängt vom Grad der Erkrankung ab. Eine gründliche Untersuchung gibt Aufschluss. Sind Krampfadern vorhanden, wird man diese zur Entlastung des Venensystems in den meisten Fällen entfernen. Die Entfernung von Krampfadern ist mit unserer Lasermethode besonders schonend möglich. Daneben gibt es vielfältige bewährte Therapiemöglichkeiten für Venenerkrankungen und dicke Beine. Dazu zählen zum Beispiel individuell angepasste Kompressionsstrümpfe. Sie fördern die Pumptätigkeit der Beinvenen und können dazu beitragen, dass die dicken Beine zurückgehen. Hilfreich ist außerdem viel Bewegung. Tagsüber sollte zudem möglichst auf längeres Stehen oder Sitzen verzichtet werden.
Sind die Schwellungen, die bei dicken Beinen auftreten, weiter fortgeschritten, heilen selbst kleine Wunde oft nicht mehr richtig ab. In der Folge kann sich ein offenes Bein daraus entwickeln – ein Hautgeschwür, das chronisch werden kann und einer besonderen Behandlung bedarf. Auch für die Behandlung eines offenen Beins oder der Vorstufe davon besitzen wir in der Wallenstein Klinik die nötige Erfahrung.