Folge eines Gewebedefekts

Unter einem offenen Bein (Fachausdruck: Ulcus cruris) versteht man ein Hautgeschwür, das mit einer schweren Gewebeschädigung einhergeht. Sichtbares Anzeichen ist oft eine chronisch entzündete Wunde am Unterschenkel. Ein offenes Bein ist vielfach die Folge eines fortgeschrittenen Venenleidens. Aber auch eine Diabeteserkrankung oder andere Krankheiten können das Ulcus cruris hervorrufen. Meist tritt der Gewebedefekt im tieferen Bereich des Unterschenkels auf, am häufigsten am Innenknöchel.
Ein Ulcus cruris wird durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen behandelt. Das Laserverfahren kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Der Laser eignet sich besonders zum Abtragen von abgestorbenem Gewebe am offenen Bein und zur Verödung erkrankter Blutgefäße, die für das Ulcus cruris häufig verantwortlich sind.

Entstehung

Ein Ulcus cruris kommt selten vor dem 40. Lebensjahr vor. Häufig leiden darunter Menschen mit einer Venenschwäche oder anderen Erkrankungen, die Gewebeschwellungen und Durchblutungsstörungen mit sich bringen. Bei einer Venenschwäche zum Beispiel staut sich das Blut in den Beinvenen. Der erhöhte Venendruck führt zur Zerstörung der kleinsten Blutgefäße, der Kapillaren. In der Folge wird das Hautgewebe immer schlechter durchblutet. Unter zunehmender Verhärtung und Vernarbung der Haut stirbt es allmählich ab. Dieser Vorgang kann sehr schmerzhaft sein.
Zur typischen Erscheinung des offenen Beins kommt es meist durch Verletzungen an der Hautoberfläche, die eigentlich harmlos sind. Da das Gewebe bereits vorgeschädigt ist, kann keine Wundheilung mehr erfolgen. Die Wunde entzündet sich nach bakterieller Besiedlung und wird häufig chronisch.

Behandlungsschritte

Die Behandlung eines Ulcus cruris hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In einem frühen Stadium wird man mit einem Kompressionsverband oder speziellen Kompressionsstrümpfen versuchen, die Stauung in den Venen zu vermindern. Wachstumshormone können bei einem Ulcus cruris das Nachwachsen des Hautgewebes fördern, eine Lymphdrainage kann das Gewebe zusätzlich entlasten. Gleichzeitig werden erkrankte Venen im Bereich des offenen Beins durch Verödung stillgelegt. So soll bei einem Ulcus cruris der Blutfluss gefördert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt sich außerdem die Beseitigung von Krampfadern. Hier kann auch die besonders schonende Lasermethode Anwendung finden.
In schweren Fällen eines Ulcus cruris müssen die erkrankten Gewebeschichten bis in den gesunden Bereich hinein abgetragen werden. Mit dem Laser ist das normalerweise besonders gut möglich. Eventuell ist im Wundbereich des offenen Beins eine Transplantation gesunder Haut notwendig.

Vorteile des Lasers bei offenem Bein / Ulcus cruris

  • Erkrankte Venen im Bereich des Ulcus cruris können schonend verödet werden
  • Die Verödung hinterlässt in der Regel keine Narben
  • Der Laser erlaubt ein zielgenaues Abtragen von abgestorbenem Gewebe am offenen Bein
  • Die Wundheilung verläuft so normalerweise schneller

Möglichkeiten der Laserbehandlung

Bei einem Ulcus cruris kann der Laser zur Verödung von erkrankten Venen und Krampfadern eingesetzt werden. Der Vorteil: Der Eingriff ist minimalinvasiv und erfordert keine tiefen Schnitte. Durch einen kleinen Einstich wird lediglich ein Laserkatheter in das kranke Gefäß eingeführt. Durch Wärmewirkung verklebt er die Vene im Bereich des Ulcus cruris und macht sie für den Blutstrom unpassierbar. Das Blut wird über andere Wege umgeleitet, der Blutstau – tiefere Ursache für das offene Bein – verringert sich in der Regel.
Auch beim Abtragen von abgestorbenem Gewebe an einem offenen Bein kann der Laser gute Dienste leisten. Durch seine Wärmewirkung verdampft der Laser die erkrankten Stellen am offenen Bein Schicht für Schicht. So ist ein besonders zielgerichtetes Arbeiten möglich, gesunde Hautbereiche bleiben möglichst unversehrt. Die Wundheilung am offenen Bein wird dadurch in der Regel beschleunigt.

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Dr. med. Felix Koc, von sanego empfohlen