Tattooentfernung mit Laser: effektiv und schonend

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, tut dies aus unterschiedlichen Gründen. Die einen folgen einem kurzlebigen Trend, andere wiederum treffen eine spontane Entscheidung, die sie später bitter bereuen. Nicht jeder ist mit seiner permanenten Körperbemalung auf Dauer zufrieden. Das Tattoo weglasern zu lassen, erscheint deshalb als sinnvollste Alternative. Die moderne Laser Tattooentfernung ist die heute üblichste Methode.

So funktioniert die Tattooentfernung mit dem Laser

Wenn Sie Ihr Tattoo lasern lassen, kommt zumeist ein innovatives Pikosekundengerät zum Einsatz. Mithilfe kurzer Energieimpulse erfolgt die photomechanische Zerkleinerung der Farbpigmente. Die Blitzdauer der Impulse beträgt nur Billionstel einer Sekunde. Jeder Impuls setzt eine hohe Energie frei. Das körpereigene Lymphsystem transportiert die zerkleinerten Farbpigmente ab. Der Laser entfernt dabei alle Farben und auch sogenannte Schmutztätowierungen, die durch Verunreinigungen entstanden. Die modernen Lasergeräte zielen nur auf die tätowierten Stellen und lassen die umliegende Haut unbeschädigt. Wenn Sie nach dem Tattooentfernen eine neue Tätowierung wünschen, warten Sie am besten ein halbes Jahr. Die vollständig regenerierte Haut ist dann bereit für eine neue Behandlung.

Wie hoch ist das Risiko bei der Laserentfernung der Tattoos?

Moderne Lasergeräte arbeiten auf photomechanischer und weniger auf thermischer Ebene. Das heißt, die Wärmeentwicklung ist geringer. Dadurch gibt es kaum Nebenwirkungen und die Behandlung ist sicherer. Allerdings kommt es hin und wieder direkt nach dem Lasern der Tattoos zu einer Rötung um die Behandlungsstelle oder zu Hautveränderungen. Die gelegentlich auftretenden Krusten und Bläschen heilen von selbst ab. Manchmal hellt sich die Haut vorübergehend auf oder sie nimmt eine etwas dunklere Farbe an. Nach einiger Zeit normalisiert sich zumeist der Zustand und nach Behandlungsabschluss bleiben keine nennenswerten Narben zurück. Um eine unerwünschte Aufhellung zu vermeiden, verzichten Sie am besten vor der Laserbehandlung auf Sonnenbäder und den Besuch im Solarium. Ebenso sind blutverdünnende Medikamente wie Marcumar oder Aspirin sowie Produkte, die die Haut lichtempfindlicher machen, tabu. Zu letztgenannten Produkten gehören zum Beispiel Tetrazykline, Isotretinoin und Johanniskraut. Im Idealfall überprüft ein Hautarzt vor dem Lasern die zu behandelnde Tätowierung.

Tut das Tattoolasern weh?

Tattoos weglasern zu lassen, ist eine schmerzarme, aber nicht komplett schmerzfreie Angelegenheit. Für Sie ist das Entfernen vermutlich deutlich angenehmer als das Tätowieren. Um die Schmerzen zu reduzieren, ist es in vielen Laserpraxen üblich, das zu behandelnde Hautareal mit kalter Luft zu kühlen. Das verlangsamt die Nervenimpulse und reduziert das Schmerzempfinden.

Welcher Laser eignet sich für das Entfernen der Tattoos?

Für die Tattooentfernung verwendet der Arzt verschiedene Laser. Neben den frequenzverdoppelten Nd:YAG-, den gütegeschalteten Nd:YAG- und den gütegeschalteten Rubinlasern setzt sich der Pikosekundenlaser immer mehr durch. Wichtig für den Behandlungserfolg ist die Laserfarbe, die im Idealfall auf die Farbe der Tattoopigmente abgestimmt ist. Für jede Farbe eignet sich ein anderes Lasermodell. Eine Ausnahme bildet der Pikosekundenlaser, der sich bei allen Farben bewährt. Ein weiterer Vorteil des Pikosekundenlasers sind die kürzeren Lichtimpulse. Diese erhitzen die Farbe kaum noch und zersetzen diese in kleinere Partikel. Der Körper baut die kleinen Teilchen schnell und mit weniger Nebenwirkungen ab. Die Narbenbildung verringert sich. Häufig kommen auch verschiedene Lasergeräte mit unterschiedlichen Lichtwellenlängen zum Einsatz.

Wie viele Laserbehandlungen sind nötig?

Wie oft Sie eine Sitzung besuchen, hängt von der Art der verwendeten Lasertechnologie ab. Lassen Sie das Tattoo mit einem modernen Pikosekundenlaser entfernen, dann reichen etwa drei bis sieben Behandlungen aus. Im Gegensatz zu älteren Lasermethoden benötigen Sie nur etwa ein Drittel der herkömmlichen Zeit. Die Pulsbreite bei der Pikosekundentechnologie ist rund hundertmal kleiner als bei einem Nanosekundenlaser. Die Dauer und der Aufwand für die Laserentfernung richten sich letztendlich nach der Größe, der Farbe und dem Alter der Tätowierung.

Der körpereigene Mechanismus transportiert die durch den Laser zerkleinerten Pigmentfragmente über das Lymphsystem ab. Wie lange dieser Vorgang dauert, ist individuell verschieden und beträgt meist zwischen vier und sechs Wochen. Unter Umständen verlängert sich dieser Prozess. Das Aufhellen des ehemals tätowierten Bereichs erfolgt schrittweise von Tag zu Tag. Bei der ersten Behandlung erfasst der Laser noch nicht sämtliche Farbpartikel. Deshalb sind Wiederholungen so lange notwendig, bis keine Tättowierfarbe mehr zu sehen ist. Bestand das Tattoo aus vielen, kräftigen Farben und war es flächendeckend angelegt, dauert es länger als bei der Entfernung eines einfarbigen und einfach gestalteten Strichmotivs. Die Lasermethode eignet sich außerdem gut zum Entfernen eines Permanent Make-ups.

Was passiert nach dem Lasern?

Wichtig für den Heilungserfolg ist die Nachbehandlung. Nach dem Lasern des Tattoos legt der Arzt oder das medizinische Personal einen Wundverband auf die behandelte Stelle. Sie erneuern diesen Verband jeden Tag so, wie Sie es gezeigt bekommen. Gegebenenfalls erhalten Sie spezielle Pflegemittel zum Auftragen auf die Haut. Kratzen Sie Blasen und Krusten nicht auf, sondern warten Sie, bis diese von alleine abheilen. Auch mechanische Belastungen der betreffenden Stelle, zum Beispiel durch extreme körperliche Betätigung oder Sport sind zu vermeiden. Bis die Haut abgeheilt ist, gehen Sie bitte nicht ins Wasser und besuchen Sie auch nicht die Sauna. Schützen Sie die behandelte Stelle gut gegen Sonnenlicht und benutzen Sie bei Bedarf eine Creme mit Lichtschutzfaktor 50.

Tattoo Entfernung mit dem Laser

Schonendes Verfahren zur Tattooentfernung ohne Narben

Ein Tattoo hat man sich schnell stechen lassen. Doch was, wenn das Motiv irgendwann nicht mehr gefällt? Die Tattooentfernung mittels Laser kann in diesem Fall helfen. Je nach Beschaffenheit und Farbgebung kann das Tattoo bei der Tattooentfernung vollständig zum Verschwinden gebracht werden – oder es ist zumindest weniger deutlich zu erkennen. Anders als bei chirurgischen Verfahren der Tattooentfernung treten dabei normalerweise keine Narben auf.

Die Tattooentfernung mit dem Laser

Die Beständigkeit einer Tätowierung beruht darauf, dass die Farbpigmente nach dem Stechen in der Haut eingekapselt bleiben. Der Laser löst diese Verkapselungen bei der Tattooentfernung folgendermaßen auf: Seine Impulse durchdringen die Haut und werden in Wärme umgewandelt. Die Wärmeenergie überträgt sich auf die Farbpigmente, aus denen das Tattoomotiv besteht. Die Pigmente halten der Wärme nicht stand und lösen sich auf, ohne dass umgebendes Gewebe verletzt wird. Die neutralisierten Pigmente werden anschließend durch den Körper selbst abtransportiert. Je nach individueller Ausprägung des Immunsystems geht das unterschiedlich schnell vor sich.

Vorteile des Laserverfahrens

  • Sanfte Methode der Tattooentfernung
  • In der Regel schnelle Wirkung der Behandlung
  • Keine Ausfallzeiten
  • Normalerweise keine Narbenbildung

Welche Tattoos können entfernt werden?

Professionelle Tätowierer stechen ihre Motive in gleichmäßiger, relativ geringer Tiefe. So entstandene Tattoos lassen sich bei der Tattooentfernung per Laser in der Regel besser behandeln als laienhafte Tätowierungen, die zu tief eingebracht worden sind.

Auch die verwendeten Farben sind für den Erfolg der Tattooentfernung von Bedeutung. Die entsprechenden Pigmente kann der Laser unterschiedlich gut auflösen. Bei Blau und Schwarz funktioniert die Tattooentfernung in der Regel am besten. Auch bei Rot und Grün lassen sich meist noch gute Ergebnisse erzielen. Gelbe, weiß und orange Farbtöne lassen sich abmildern, jedoch nicht ohne Rückstände entfernen.

Besonders zu beachten

Je nach Größe des Tattoos und den dafür verwendeten Farben können für die Tattooentfernung mehrere Behandlungssitzungen erforderlich sein. Nach einer Behandlung können die entsprechenden Körperregionen gerötet oder angeschwollen sein. Auch kann sich ein leichter Schorf bilden. Diese Erscheinungen klingen in der Regel von selbst wieder ab, sobald die Regeneration der Haut voranschreitet.
Nach einer Tattooentfernung sollten Sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten. So sollten Sie die behandelten Hautregionen vier Wochen lang möglichst nicht der Sonne aussetzen und kein Solarium besuchen. Auch sportliche Betätigung sollte in dieser Zeit vermieden werden. So hat die Haut genug Zeit, sich möglichst störungsfrei zu erholen.

Tattooentfernung

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